Met selber machen


Eines meiner Hobbys ist es, Met selber zu machen. Ich kam dazu, weil ich es unheimlich schwierig finde, einen guten und günstigen Met zu finden. Und da ich auch ein Mensch bin, der gerne mal was Neues Probiert und zu experimentieren, kam ich dazu es mal zu Probieren.
Mittlerweile hab ich so meine Erfahrungen gemacht, und möchte diese nun euch mitteilen. :o)

Kommen wir erst einmal zur Grundausstattung; was brauche ich um Met zu gären:

1. Gärballon mit Gärröhrchen, sollte 20L Fassungsvermögen haben (das teuerste an sich, kriegt man aber recht günstig bei Ebay z. B.)
2. Milchsäure (Apotheke)
3. Gärhefe (Wein oder Sektgärhefe, Kellereibedarf oder Apotheke)
4. Hefenährsalz (Kellereibedarf, nicht zwingend erforderlich, aber es Unterstützt die Hefe enorm!)
5. Honig
6. Wasser



Die Faustformel für Met lautet, 1 Teil Honig auf 2 Teile Flüssigkeit, dies ist nur eine Richtlinie, und dem persönlichen Geschmack an zu passen, mehr Honig bedeutet mehr süße, wenig Honig eher herb.
Es gibt 2 Möglichkeiten Met zu machen, einen puren Met, das bedeutet nur Honig und Wasser und Gewürze, oder einen "Misch" Met mit Fruchtsaft. Bei einem puren Met muss man entweder einen halben Apfel, oder etwas Mehl dazu geben. Dies benötigt die Hefe, die muss die Möglichkeit haben, sich irgendwo "dran" zu setzen. Bei dem Misch Met ist dies nicht nötig, da die Fruchstücke im Fruchtsaft diese Aufgabe über nehmen.
Zubereitung:
Am besten erhitzt man vorsichtig den Honig in einem großen Topf auf ca. 45 - 50 Grad; dadurch wird der Honig flüssig wie Wasser. ACHTUNG! nicht wärmer, da ansonsten der Honig anfängt zu Kristallisieren und einen bitteren Geschmack dadurch erzeugt.
Den Wasser Bestandteil auch auf die 45 - 50 Grad erwärmen, und dann zusammen rühren. Das ganze lässt man jetzt abkühlen auf min. 25 Grad. Auch hier ist darauf zu achten, dass es nicht wärmer als 25 Grad sind, da ansonsten die Gärhefe abstirbt. Das ganze kippt man jetzt mit den anderen Zutaten in den Gärballon, packt die Milchsäure, Gärhefe und Hefenährsalz dazu, und man ist fürs erste fertig. Jetzt braucht es nur noch Zeit.
Nach 48 bis 72 Stunden fängt die Gärung an, es bildet sich ein kleiner Schaum Teppich mit vielen kleineren und größeren Blasen auf der Oberfläche, und das Gärrörchen blubbert vor sich hin. Ab und zu sollte man das ganze gut durchschütteln, aber ACHTUNG, während den ersten 2 Wochen sehr, sehr vorsichtig schütteln; der Met schäumt unter umständen sehr stark. Ich hatte schon einen Springbrunnen damit in der Küche gehabt. ;o)
Die Hauptgärung ist nach ca. 3 bis 4 Wochen vorbei, zu diesem Zeitpunkt müsste er so ähnlich wie Federweißer schmecken (Süß und viel Kohlensäure). Ab diesem Zeitpunkt ist es Geschmacksache, wie lange ich meinen Met gären lasse, je länger desto herber und öliger im Geschmack wird er. Ich persönlich Fülle meinen Met meist nach 3 bis 4 Monaten ab, da meist zu diesem Zeitpunkt auch schon die Selbstklärung einstellt (die Schwebstoffe setzen sich am Boden ab). Entweder füllt man den Met direkt in Flaschen ab, oder um ihn etwas haltbarer zu machen, kocht man ihn für ca. 5 Minuten ab.

Generell ist zu sagen, Übung macht den Meister, ich mache jetzt seid 2005 selber Met, und lerne immer noch was Neues dazu. Einfach Probieren :o)
Für Fragen oder Anregungen stehe ich gern zur Verfügung, schreibt mich einfach an. ;o)


Es folgen meine Rezepte, die meine Freunde und ich als sehr lecker empfinden :o)
Die Rezepte sind auf ca. 15 L ausgelegt, als Honig nehme ich immer einfachen Blütenhonig aus dem Discounter.

Kirsch Met: hat durch den Sauerkirschsaft eine angenehme süß/saure Note
Apfel Met: hat einen schönen süßen Geschmack. Bekommt nach ca. 10 Wochen einen Öligen Geschmack`s Touch, wie Cognac oder Weinbran.
Gewürz Met: durch den fehlenden Fruchtzucker braucht dieser Met min. 3 Monate, Achtung mit den Nelken! diese sind sehr dominant; lieber zu wenig als zu viel ;o)
Johannisbeer Met: Ähnlich wie der Kirsch Met; leicht saure Note, schmeckt aber nicht zu sehr nach Johannisbeeren



Written and created by Peter Cieslik © 2008-2012